lifehack.

lifehack_emil

Es vergeht eigentlich nicht ein Tag an dem ich nicht denke „Jetzt ernsthaft? Aaahh ich bin einfach zu alt für diesen Kram“. Verstehen wir uns nicht falsch. Ich bin 36 und ich finde es toll. Ich mag es, 36 zu sein und ich freue mich auch auf die 37 und vor der 40 hab ich auch keine Angst. Aber ich merke, dass ich einfach nicht mehr jung bin. Das merke ich vor allem in diesem Internetding. In dieser BibiTinaBeautyPalaceKenneuchallenichtWelt.

In eben dieser bunten Internetwelt hab ich letztens erst wieder einen crazy krassen „lifehack“ gelesen. Wisstabescheid.  lifehack. Oder wie ich es nenne: einen praktischen Alltagstipp. Also mehr oder weniger praktisch. Beispiel? Beispiel! Zu Andy und mir gehört unser Emil-Tier. Der weltbeste Hund. Ein soziales Hundetier, das aktuell kleinen Zecken gerne ein zuhause bietet. Ob er will oder nicht. Er will nicht. Ich will nicht. Also müssen die Zecken sterben.

Bei Facebook las ich den Superduperultimativenkrasscrazytipp *ghettofaust*: eine Fusselrolle! Nicht die Klassische von damals .. die mit dem roten Stoff. Nein. Die mit der Klebeoberfläche. Damit einfach nach dem Spaziergang über das Hundefell et voila: alle Zecken, die sich noch nicht in den Hund gezeckt haben, sondern noch durch´s Fell krabbeln, kleben dran fest und die Welt ist gerettet.

Mit 36 bin ich von Altersstarrsinn noch weit entfernt und gebe dem Neuen gerne eine  Chance. Also hatte ich das Kleberollending natürlich für wenig Geld geschossen und zu Hause. Gestern dann endlich! Endlich! Zwei Zecken, die ich über Emils Kopf krabbeln sah. lifehack! Ich sprang vom Sofa auf, tänzelte vor Freude endlich einen lifehack anwenden zu können in die Küche und holte die Fusselbürste. Das ultimative lifehack-Ding für gegen Zecken. Zurück zum Hund. Der guckte doof, die Zecken lachten sich scheckig. Sie starben dann trotzdem, aber vorher lachten sie sich scheckig. Die Rolle klabschte über das Hundefell und ziepte hier und da ein paar Härchen raus – mehr nicht.

Also. Passt auf. Tipp für die Zeckenentfernung? Der ultimativesuperduperultimativenkrasscrazytipp. Der Anna-lifehack: greift mit den Fingern nach den Zecken, entfernt sie vom Tier und dann macht sie platt. Ohne Schnickschnack. Mit der unteren Seite einer Batterie. Oder einem Feuerzeug. Oder setzt sie auf dem Balkon in eine Blume, wenn ihr sie nicht töten möchtet.

Aber soll ich euch was verraten? Ich freu mich schon auf den/der/die/das nächste lifehack, das ich im Internet entdecke. Und auf neue Wörter für altbekannte Dinge freu ich mich auch. Mehr noch.

4 Antworten auf „lifehack.

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  1. Sehr unterhaltsam geschrieben, meine Liebe. Ich konnte es mir bildlich sehr deutlich vorstellen und musste innerlich brüllen vor lachen.
    Ich mag Deinen Blog und auch die Tatsache, dass das Emiltier und ich ebenfalls partizipieren dürfen.

    LG

    Dein Mann Andy.

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  2. Hihi…….man soll ja nicht alles glauben, was man hört oder liest aber noch besser ist es natürlich, eigene Erfahrungen zu sammeln. Weiß jetzt auch nicht, was schlimmer für einen Hund ist: eine Zecke oder eine Klebefusselrolle, die dich direkt enthaart 🙂 Unsere Kalli Zecken werden übrigens im Klo ertränkt! Ich habe kein Problem damit, dass sie sterben 😉

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    1. Ich befand, dass die Rolle realistisch sein könnte. Für die Faulheit im Alltag .. einmal kurz übern Hund damit und feddisch, statt das Emil-Tier zu lausen 😉 Aber letzteres gefällt dem Hund auch einfach besser. Vielleicht hat er deshalb einen Deal mit dem Zeckengetier gemacht???

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  3. Hmmm….. also DARAUF wäre ich mitnichten allein gekommen… auf das einfache Entfernen mit der Hand, mein ich. Immer wieder gut, wenn man sich „back to the roots“ begeben kann, gell? Besonders wenn man 2 solche Fellmonstaaaa sein Eigen nennen darf 😉
    LG von der Bärenbande

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