Ich laufe die Straße entlang. Ich wohne ausserhalb. Da können Herr Hund und ich abends die Straße entlangstrunzen. Herr Hund dödelt so vor sich hin. Schnuppert hier, schnuppert da. Muss dort dringend eine wichtige Nachricht hinpinkeln. Noch eine. Ist wichtig. Ehrlich! Und hier muss er noch lesen, was der andere Hund ihm geschrieben hat. Herr Hund wirkt zufrieden und glücklich.
Ich habe ebenfalls keinen Stress. Ich lasse Blick und Gedanken schweifen. Und ich stelle fest: Ich bin glücklich. Es geht mir richtig gut. Alles ist auf einem guten Weg. Es ist das erste Mal, dass ich das bewusst wahrnehme – und zulasse. Ich halte fast die Luft an, damit sich das Glück nicht verflüchtigt. Und zack. Da ist es schon. Dieses Gegengefühl. Dieses „Genieß es, solange es anhält. Es dauert nicht lange an. Glück ist nur von kurzer Dauer“. Das ist, wie wenn Du Dich auf etwas richtig freust. Auf ein Konzert oder eine Urlaubsreise oder auf den Besuch des besten Freunds in zwei Monaten. So so oft ist da dieses Gegengefühl. Dieser Impuls „Ich sprech da besser nicht drüber, sonst klappt das nicht“.
Was für ein Unsinn. Lasst das nicht zu. Genießt jedes gute Gefühl. Lasst das Glück sich ausbreiten und das Gegengefühl plattwalzen. Freut euch auf alles, worauf ihr euch freuen möchtet. Erzählt es euren Lieben. Teilt es. Schreit vor Glück, wenn euch danach ist. Glücklich zu sein ist ein so unbeschreiblich schönes Gefühl, das ihr euch so lange wie möglich erhalten solltet. Und wenn das mit dem Konzert, der Reise oder dem Besuch dann aus welchen Gründen auch immer nicht klappt: Ja, dann ist das eben so. Das ist doof, aber: Nichts ohne Grund. Dann verschieben sich die Pläne eben ein bisschen nach hinten – vielleicht und bestimmt wird es dann sogar noch besser.
Glück.
Bist Du glücklich?
Glück. Oder: Genieß das Gefühl einfach.
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