Ich will reiten. Jetzt muss ich eine Zwangspause machen.
Ich bin zu schwer.
Milko trägt mich, aber er ist mehr Kutsch- als Reitpferd. Mehr als Schritt und Trab ist da nicht wirklich drin. Und fünf Schritte Galopp. Das haben wir zusammen geschafft. Ein bisschen galoppieren. Wie sehr ich das vermisst habe.
Aber um weiter zu kommen und aktiver zu reiten, müssen die Kilos runter. Schrittgehen mit Milko oder abnehmen und dann auf Schulpferde aufsteigen können und dem Ziel „Ausreiten“ näher kommen. Ratet, wie meine Entscheidung ausgefallen ist.
Ich will in dieser Zwangspause aber nicht verzichten. Nicht auf Pferde. Nicht auf Reitstall. Beim letzten Mal hab ich Milko aus der Box geholt und ihn geputzt. Und ich stellte fest: Es sind keine vertrauen Abläufe mehr für mich. Es fühlt sich fremd an. Der Kopf ist zu sehr dabei. Das satteln hab ich dann hinbekommen, hatte ich mir das beim letzten Mal ja abgeguckt. Aber als ich die Trense in der Hand hielt, merkte ich: Ja. In der Theorie weiß ich, wie es geht. Aber die Trense praktisch auf das Tier zu bekommen .. Ich musste die Trainerin um Hilfe bitten.
Heute früh telefonierte ich mit einer Kollegin und mir schoss ein Geistesblitz durch den Kopf. Sie hat ein Pferd. Das muss geputzt werden. Und gesattelt. Und mit Trense reitet es sich auch besser. Ich hab sie gefragt, ob ich ihr ab und an mit ihrem Pferd helfen kann. Nicht reiten; aber wieder „rein kommen“ in das Drumherum. Sie hat „ja“ gesagt und ich bin wieder glücklich.
Und werde bald auch wieder aufsteigen.

Hinterlasse einen Kommentar